Coronapandemie macht es deutlich: Überall in MV werden Landwege schmerzlich vermisst

Die Corona-Pandemie gerade zur Osterzeit hat es wieder deutlich gemacht: Im ganzen Land MV fehlen Landwege zum Spazierengehen, Joggen, Wandern oder Radfahren. „BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN machen seit Jahren auf das Fehlen der Landwege aufmerksam. Viele Wege zwischen Ortschaften oder zu den Feldern und Wäldern wurden in der Vergangenheit überpflügt oder vernachlässigt und existieren nicht mehr“, so Waldemar Okon, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität und Verkehr von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern. "Die meist baum- oder heckenbestandenen Wege waren Landmarken und erfüllten wichtige Funktionen für den sozialen Zusammenhalt und die Verbindung der Menschen zu ihrer Landschaft. Durch den zunehmenden Autoverkehr auf den Landstraßen fehlen gerade älteren Menschen und Kindern sichere Möglichkeiten, um in die Nachbarorte zu kommen. Baum- oder heckenbestandene Wege erfüllen zudem wichtige ökologische Funktionen, fördern die Artenvielfalt und vermeiden Winderosion der Ackerböden“, so Okon weiter. Zu Zeiten von Home Office oder insbesondere zu Ostern sind Menschen hinausgeströmt in die Landschaft – auf die wenigen noch vorhandenen Wege. Vielfach konnte der geforderte 1,50 m-Abstand nicht eingehalten werden wie zum Beispiel auf dem Treidelpfad am Ryck in Greifswald. Häufig zu sehen waren Eltern, die mit Kinderwagen oder kleinen Kindern mit Stützrädern auf Gemeinde- oder Kreisstraßen spazieren waren mangels der Land- und Feldwege. [weiterlesen per Klick auf Titel]

15.04.20 –


Die Corona-Pandemie gerade zur Osterzeit hat es wieder deutlich gemacht: Im ganzen Land MV fehlen Landwege zum Spazierengehen, Joggen, Wandern oder Radfahren. „BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN machen seit Jahren auf das Fehlen der Landwege aufmerksam. Viele Wege zwischen Ortschaften oder zu den Feldern und Wäldern wurden in der Vergangenheit überpflügt oder vernachlässigt und existieren nicht mehr“, so Waldemar Okon, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität und Verkehr von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern.

"Die meist baum- oder heckenbestandenen Wege waren Landmarken und erfüllten wichtige Funktionen für den sozialen Zusammenhalt und die Verbindung der Menschen zu ihrer Landschaft. Durch den zunehmenden Autoverkehr auf den Landstraßen fehlen gerade älteren Menschen und Kindern sichere Möglichkeiten, um in die Nachbarorte zu kommen. Baum- oder heckenbestandene Wege erfüllen zudem wichtige ökologische Funktionen, fördern die Artenvielfalt und vermeiden Winderosion der Ackerböden“, so Okon weiter.

Zu Zeiten von Home Office oder insbesondere zu Ostern sind Menschen hinausgeströmt in die Landschaft – auf die wenigen noch vorhandenen Wege. Vielfach konnte der geforderte 1,50 m-Abstand nicht eingehalten werden wie zum Beispiel auf dem Treidelpfad am Ryck in Greifswald. Häufig zu sehen waren Eltern, die mit Kinderwagen oder kleinen Kindern mit Stützrädern auf Gemeinde- oder Kreisstraßen spazieren waren mangels der Land- und Feldwege.

Dabei handelt es sich bei den Landwegen meist um Eigentum der Gemeinden. „Wir verstehen, dass ein Weg für eine Gemeinde auch ein Kostenfaktor ist“, so Okon, der zugleich Stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Kreistag Vorpommern-Greifswald ist. „Jedoch wurde beispielgebend in der Gemeinde Mesekenhagen bei Greifswald vor einigen Jahren ein alter Weg wieder hergerichtet, der sehr rege genutzt wird. Die Einwohner von Leist in der Gemeinde Neuenkirchen haben vor wenigen Jahren durch 'Subbotnik' einen zugewucherten Weg wieder hergestellt, der den Einwohnerinnen und Einwohnern Spaziergänge in die Boddenlandschaft ermöglicht.
Das sind alles sehr gute Anfänge, jedoch kein Wegenetz“, bemängelt Okon.

"Da es sich bei den verschwundenen Wegen meist um öffentliches Eigentum gehandelt hat, werden wir auf die jeweilige Kommunalaufsicht zugehen und mit ihr die Möglichkeiten der Wiederanlage von Landwegen erörtern. Dies zugunsten aller Einwohner und Gäste“, so Waldemar Okon abschließend.

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