Fahrradfahren wird sicherer

Im April 2019 hatte die Bürgerschaft beschlossen, dass der Fuhrpark der Stadt und Fahrzeuge der städtischen Gesellschaften mit Abbiegeassistenzsystemen ausgestattet werden sollten.
Der Beschluss ging auf eine Vorlage der Bürgerschaftsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zurück.

Nach und nach wurde der Beschluss inzwischen umgesetzt. Bereits Anfang 2020 konnte vermeldet werden, dass alle Groß-Fahrzeuge des Abwasserwerks ausgerüstet sind. Inzwischen folgten auch fast alle Busse der Stadtwerke. Die Stadtwerke vermeldeten jüngst, dass 15 ihrer 18 Busse nun das Sicherheitssystem am Fahrzeug haben. 
Abbiegeassistenzsysteme verhindern „Tote-Winkel-Unfälle“. Sie sorgen dafür, dass Radfahrende, die sich an einer Kreuzung rechts neben einem LKW oder Bus befinden, von den Kfz-Fahrern gesehen werden. Dadurch können schwere Unfälle zwischen großen Fahrzeugen und Radfahrenden beim Rechtsabbiegen verhindert werden. Solche Unfälle enden für die Radfahrenden oftmals tödlich, 2018 haben sie allein 34 Radfahrende in Deutschland das Leben gekostet.

„Wir sind daher froh, dass auch die Stadtwerke unseren Beschluss so konsequent umsetzen“, kommentiert der Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Greifswalder Bürgerschaft Alexander Krüger die jüngste gute Nachricht aus der städtischen Gesellschaft, „dadurch wird das Leben für Radfahrende in Greifswald wieder ein Stück sicherer – und auch unsere Busfahrenden können mit einem besseren Gefühl hinter dem Steuer sitzen.“

Die Stadt ist für ihre Großfahrzeuge auch nicht untätig geblieben. Die Verwaltung hatte eine Bedarfsanalyse erstellt und vorgeschlagen, das benötigte Geld für die Umrüstung aller städtischen Großfahrzeuge in den Haushalt 2021/22 einzustellen.
„Die Bürgerschaft hat den Haushalt so beschlossen und inzwischen hat auch Schwerin den Haushalt frei gegeben“, freut sich Krüger, „wir gehen also davon aus, dass es nicht mehr lange dauert, bis auch alle städtischen Fahrzeuge umgerüstet sind.“

„Die EU-Rechtsverordnung, die den Einbau von Abbiegeassistenzsystemen zwingend vorschreibt, kommt leider erst 2024“, so Krüger weiter, „uns war es 2019 wichtig, hier schneller voran zu kommen, um Menschenleben zu schützen. Glücklicherweise konnten wir den Beschluss damals auch gegen etliche konservative Stimmen durchsetzen. So können wir hoffen, dass schon 2022 keine Greifswalder Großfahrzeuge ohne Abbiegesystem mehr durch die Stadt fahren.“

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