Konzentration von Fürchterlichkeiten

"Jahrzehntelange Lagerung von Atommüll, ein Steinkohlekraftwerk in der Genehmigungsphase, zwei genehmigte Gaskraftwerke, Kavernenausspülungen in Moeckow, die Umladestation für die Gaspipeline aus Russland und die Verlegung der Gas-Trasse in den Süden - was soll der Region noch zugemutet werden?" fragt Ralf Döring, der energiepolitische Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Greifswald-Uecker-Peene. Die Diskussion um das geplante Steinkohlekraftwerk habe die mindestens ebenso große Ungeheuerlichkeit der Einlagerung von Atommüll nicht nur aus Rheinsberg und Lubmin zu einem Vielfachen der ursprünglich vorgesehenen Zeit fast in Vergessenheit geraten lassen, so Döring weiter.

Entgegen den Versprechen, nur den hochradioaktiven Atommüll aus den beiden DDR-Kraftwerken Lubmin und Rheinsberg zu behandeln und zu lagern, werde jetzt von überall aus der Republik und für eine Zeit, die schon einen Übergang zum Endlager darstelle, schwach- und mittelaktiver Atommüll von den anderen Bundesländern in Lubmin "entsorgt", - denn die anderen werden ihre Sorgen los und bürden sie der hiesigen Region auf. Baden-Württemberg z.B. produziert die Energie, macht die damit verbundenen Gewinne, kassiert die Steuern – und schickt den gefährlichen Müll zu uns. "Alles Unangenehme wird in den Nordosten abgeschoben, damit der Rest scheinbar sorgenfrei Leben kann. Das darf nicht passieren!" fordert Döring abschließend.

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