09.10.2020

Komfortabel und sicher mit dem Rad - vom Radparkhaus vom Bahnhof bis nach Eldena

Eine durchgehende zentrale Fahrradstrasse bis an den Strand am Bodden? Das klingt nach Zukunft, könnten wir aber jetzt schon haben.

Greifswald hat einen der höchsten Radverkehrsanteile in deutsche Städten. Nicht zuletzt aufgrund kurzer Wege ist Greifswald prädestiniert für die Nutzung des Fahrrads als Hauptverkehrsmittel. Dennoch kämpft Greifswald werktäglich aufgrund hohem Pendlerverkehr in den Stoßzeiten mit einem drohenden Verkehrskollaps des motorisierten Fahrzeugsektors den man jeden Morgen sieht.

"Radstraßen oder Radparkhäuser sind probate Mittel, die radspezifische Infrastruktur sicherer und komfortabler und damit das Fahrradfahren für alle Generationen attraktiver zu machen", so Prof. Markus Münzenberg, Mitglied der bündnisgrünen Bürgerschaftsfraktion.

In Greifswald soll es demnächst eine Radstation am Bahnhof geben. "Es gibt aber nur eine einzige Radstraße, die als Teil der Fahrradachse das Hauptgebäude der Universität mit dem Universitätscampus am Beitz-Platz und schließlich mit dem Elisenhain verbindet", so Münzenberg weiter, "sie ist aber weder mit dem Bahnhof noch dem Universitätscampus an der Loefflerstraße oder der Klosterruine in Eldena verbunden und auch abschnittsweise nicht mehr markiert und ungepflegt. Dies führt zu Konflikten mit dem Autoverkehr und  insbesondere dazu, dass die Radstraße nicht als solche durch die Radfahrer angenommen wird, da sie nicht mehr als solche ohne weiteres erkennbar ist. Nur im Bereich Theater Robert-Blum-Straße - Petershagen Allee bis zur Querung Rathenaustraße "funktioniert" die Radstraße als solche gut."

Die bündnisgrüne Fraktion könnte sich auch vorstellen, dass im Bereich des Theaters ein Radzähler aufgestellt wird, der allen Fahrradfahrern die aktuelle Anzahl von Radfahrern visualisiert, die bereits am Zähler vorbei gefahren sind. "Wenn die Radfahrenden sehen, dass sie Teil einer sehr großen Gruppe sind, motiviert das und führt vielleicht auch dazu, dass weitere Bürger auf das Rad umsteigen", so Münzenberg weiter.
"Radverkehr fällt nicht auf da er weniger Platz wegnimmt - sorgt aber schon jetzt für enorme Entlastung vom Autoverkehr an der Europakreuzung. Radfahren hält fit und macht Spaß - wenn das Angebot an attraktiven Radwegen stimmt. Eine durchgehende Radstrasse von Eldena zum Bahnhof wäre ein Schritt zum gefahrlosen Radfahren zum Kindergarten, bequemen Innenstadtshoppen ohne Parkplatzsorgen, zur Arbeit an der Universität oder zur Erholung im Schwimmbad. Kritische Verbindungstücke, die nicht markiert sind oder zur Zeit fehlen, verhindern dies. Eine sichere, bequeme Radverbindung zwischen neuem Löfflerstrassen Campus in der Innenstadt und Beitzplatz Campus mit Naturwissenschaften und Medizin ist für die Weiterentwicklung der Universität als Attraktivitätssteigerung des Studiums in Greifswald, nicht zuletzt wichtig für höhere Studentenzahlen. Auch dieses B-Note zählt beim Studienentscheid - Studierende fahren Fahrrad, und gerne auch mal weiter nach Lubmin an den Strand", Münzenberg abschließend.

Um die Radstraße und eine weitere Verbesserung der Radinfrastruktur in den Fokus zu rücken, hat die bündnisgrüne Fraktion in der Bürgerschaft eine umfangreiche Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt.

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