21.09.2017

Güllelager und Kreisstraße 31: Hasselmann verstrickt sich immer mehr in Widersprüche!

Der 1. Stellvertretende Landrat und Beigeordnete verstrickt sich immer tiefer in Unstimmigkeiten und versucht, die Öffentlichkeit irrezuführen! Auf Nachfrage des Nordkuriers (NK vom 15.09.2017) sagte er, die K31 müsse nicht ausgebaut werden, da dort bereits jetzt schon Gülle ausgefahren werde. Auf der Gemeindevertretersitzung in Lassan in der letzten Woche wiederum bekundete er, die Sanierung der K31 in der Prioritätenliste nach oben hieven lassen zu wollen. Entweder ist die Erschließung gesichert oder sie ist es nicht!

Sollten die Vertreter der BI zudem beschwichtigt und irregeführt werden mit der Aussage, dass die K31 auch schmaler ausgebaut werden könnte? Die Richtlinie des Landes, wonach Kreisstraßen auch im schmaleren Querschnitt saniert werden können, wurde im Juni 2015 geändert. Das heißt aber nicht: 'Kürzlich', wie Herr Hasselmann bekundet. Der Kreistag Ostvorpommern hat im Jahr 2002 beschlossen, die K31 zu sanieren, damals in der Prioritätsliste auf Nr. 16. Seitdem sind 15 Jahre vergangen, und es ist nichts passiert. Für ein Güllelager soll die Straße jetzt aber plötzlich doch beschleunigt saniert werden!

Ein schmalerer Ausbau der K 31 würde für den anstehenden Gülleverkehr jedoch überhaupt nicht ausreichen! Herrn Hasselmanns Argumentation, dass auf dieser Kreisstraße bereits jetzt Güllefahrzeuge fahren, ist ein kläglicher Versuch der Volksverdummung. Aus dem beigefügten Bild ist zu entnehmen, dass bereits jetzt die Güllefahrzeuge die Straße und das Bankett zerstören. Wird dort ein Güllelager gebaut, wird dort erheblich mehr SCHWERLASTverkehr stattfinden. Bei den größten Güllefahrzeugen mit 30 Tonnen Ladegewicht bedeutet das beim geplanten Großgüllelager 210 Ladungsverkehre inkl. Rückfahrten: 420 Verkehrsbewegungen bei Berechnung von nur einmaliger Befüllung des Güllelagers. Bedenkt man dann die Gülleausbringung vom Güllelager auf die Felder mit Traktoren mit einer Ladungsmenge von 10 Tonnen, so wäre das ein Vielfaches der Verkehrsbewegungen, weit über 1000, auf den dortigen Straßen. All diese Zahlen sind ermittelt für den 'günstigsten' Fall, d.h. die geringste Verkehrsmenge und nur einmalige Befüllung. Sollten kleinere Fahrzeuge eingesetzt werden, so würde die Zahl der Verkehrsbewegungen dort vervielfacht werden, und es ist ohnehin davon auszugehen, dass das Güllelager mehrfach befüllt wird.

Die Befürchtungen der Einwohner im Lassaner Winkel sind mehr als verständlich. Diese stille, weitläufige Landschaft wird durch diesen Bau zerstört. Jedwede Beschwichtigungsversuche der Kreisverwaltung sind untauglich. Dabei bringen die Einwohner nicht nur Belange des Landschaftsschutzes und ihrer mühsam geschaffenen Arbeitsplätze im Tourismus vor. Bereits jetzt leben sie in dauernder Sorge um ihre Kinder auf ihrem Weg zur Schule.

Im Übrigen hatte der Kreistag Ostvorpommern im Jahr 2002 beschlossen, die K2 auf Priorität Nr. 3 zu setzen oder die K7 auf Priorität Nr. 4. Auch hier ist nichts passiert. Außer der Zerstörung der K2 mit der Folge, dass alle Einwohner von Leist und Karrendorf täglich Umwege fahren müssen und Radtouristen „nie wieder hierherkommen wollen“.

So viel wert sind Kreistagsbeschlüsse im Kreis OVP/VG. Diese Arbeitsweise von Teilen der Kreisverwaltung zeugt von schwersten Demokratiedefiziten.

Waldemar Okon und Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN - Forum 17.4

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