12.03.2010

Von: Ruth Terodde

Gleichgeschlechtliche Paare nicht ausgrenzen

Gleichgeschlechtliche Paare benötigen gesellschaftliche Akzeptanz - auch in Vorpommern. „Wir können Abwanderung aus unserer Region nicht stoppen, wenn wir nicht allen Bevölkerungsgruppen signalisieren, dass sie volle Anerkennung erfahren“, sagt die kulturpolitische Sprecherin des Greifswalder Kreisverbandes von Bündnis 90 / Die Grünen, Ruth Terodde. „Es ist ein äußerst bedauerliches gesellschaftspolitisches Signal, wenn der Bischof der Pommerschen Evangelischen Kirche die öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ablehnt“. Schließlich stehe er der größten Mitgliederorganisation in Vorpommern vor. Viele Lesben und Schwule seien (noch) evangelische Kirchenmitglieder und wollen sich nicht ausgrenzen lassen. Bündnis 90 / Die Grünen fordert deshalb die Pommeresche Evangelische Kirche auf, den gesellschaftlichen Dialog mit Lesben und Schwulen nicht länger zu verweigern. Gleichgeschlechtlich liebende Paare wollen nicht als Randproblem abgedrängt werden. Es sei nicht mehr nachvollziehbar, dass die Evangelische Kirche in Vorpommern Schwule und Lesben die Segnung und damit die kirchliche Anerkennung ihrer eingetragenen Partnerschaften verweigert. Andere Evangelische Kirchen hätten damit inzwischen kein Problem mehr. Gerade in Fragen der Sexualmoral sollten die Kirchen in die Diskussion mit Betroffenen eintreten und nicht länger auf alten dogmatischen Positionen und „Leitbildern“ beharren.

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