15.03.2021

Die dritte Corona-Welle muss frühzeitig gebrochen werden - was hat Landrat Sack aus der letzten Welle gelernt?

Ausgehend vom bundesdeutschen Infektionsgeschehen der letzten Wochen und der sich durchsetzenden britischen Mutation B1.1.7 prognostizierte das Robert-Koch-Institut, dass bereits in einem Monat Inzidenzen von 350 pro 100.000 erreicht werden. Während für Mecklenburg-Vorpommern die Inzidenz mit 63 noch unterhalb des Bundesdurchschnitts liegt, übertreffen die Fallzahlen mit im Kreis Vorpommern-Greifswald diesen mit 99 bereits heute deutlich. Daher legt Hannes Damm, Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen und Kandidat zur Landtagswahl Landrat Michael Sack nahe, diesmal vorausschauend und konsequent zu handeln:

„Die aktuellen Öffnungsschritte im Landkreis kommen zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Gerade in den Schulen, bei Pädagog:innen, Schüler:innen und Eltern, steigen die Zahlen bereits besorgniserregend. Die Rückkehr zum Regelbetrieb wird diese Dynamik weiter verschärfen und stellt damit eine echte Bedrohung für unser Gesundheitssystem dar.

Auf den Intensivstationen hat sich die dritte Welle bereits angekündigt; im Kreis Vorpommern-Greifswald sind nur noch 25% der Betten frei. Um nicht wieder zum Problemlandkreis zu werden, müssen Infektionstreiber umgehend ausgebremst werden. Menschen und Wirtschaft im Kreis brauchen sofort eine Unterbrechung der exponentiellen Ausbreitung der neuen Virus-Variante. Der Landrat sollte schon jetzt die auf dem letzten Bund-Ländertreffen vereinbarte Notbremse ziehen. Diese sollte zwar eigentlich erst automatisch greifen, wenn die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 100 liegt, nichts weniger wird uns jedoch ohnehin im Laufe der Woche erwarten.

Vorausschauendes und planvolles Handeln heute führt zu früheren Lockerungen, eine verzögerte Reaktion wird spätere Einschränkungen deutlich verlängern. Wollen wir die Dynamik brechen und in der nächsten Welle zum Vorbild werden, müssen wir den Lockdown in einer Konsequenz wie während der ersten Welle umsetzen. Es braucht umgehend einfach zugängliche Schnelltests die von geschultem Personal durchgeführt werden, eine Rückkehr der Kitas und Schulen in eine echte Notbetreuung und einen Appell an die Arbeitgeber:innen im Kreis, Homeoffice, wo immer möglich, umzusetzen.

Der zunehmenden Lockdown-Müdigkeit muss begegnet werden, in dem wir den Ernst der Lage durch eine umfassende Krisenkommunikation vermitteln und die Einhaltung der Maßnahmen stärker als bisher kontrollieren.“

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