Aktuelles

15.04.2020

Coronapandemie macht es deutlich: Überall in MV werden Landwege schmerzlich vermisst


Die Corona-Pandemie gerade zur Osterzeit hat es wieder deutlich gemacht: Im ganzen Land MV fehlen Landwege zum Spazierengehen, Joggen, Wandern oder Radfahren. „BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN machen seit Jahren auf das Fehlen der Landwege aufmerksam. Viele Wege zwischen Ortschaften oder zu den Feldern und Wäldern wurden in der Vergangenheit überpflügt oder vernachlässigt und existieren nicht mehr“, so Waldemar Okon, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität und Verkehr von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern.

"Die meist baum- oder heckenbestandenen Wege waren Landmarken und erfüllten wichtige Funktionen für den sozialen Zusammenhalt und die Verbindung der Menschen zu ihrer Landschaft. Durch den zunehmenden Autoverkehr auf den Landstraßen fehlen gerade älteren Menschen und Kindern sichere Möglichkeiten, um in die Nachbarorte zu kommen. Baum- oder heckenbestandene Wege erfüllen zudem wichtige ökologische Funktionen, fördern die Artenvielfalt und vermeiden Winderosion der Ackerböden“, so Okon weiter.

Zu Zeiten von Home Office oder insbesondere zu Ostern sind Menschen hinausgeströmt in die Landschaft – auf die wenigen noch vorhandenen Wege. Vielfach konnte der geforderte 1,50 m-Abstand nicht eingehalten werden wie zum Beispiel auf dem Treidelpfad am Ryck in Greifswald. Häufig zu sehen waren Eltern, die mit Kinderwagen oder kleinen Kindern mit Stützrädern auf Gemeinde- oder Kreisstraßen spazieren waren mangels der Land- und Feldwege. [weiterlesen per Klick auf Titel]

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Kategorien:Aktuelles Kreistag
01.04.2020

Statt Datenweitergabe von Corona-Infizierten: kontinuierlicher Schutz aller Einsatzkräfte

Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) hat die Landkreise angewiesen, der Polizei täglich eine Liste mit Coronainfizierten zu übermitteln. Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Vorpommern-Greifswald fordert Landrat Michael Sack (CDU) stattdessen auf, die vertraulichen Gesundheitsdaten der Patientinnen und Patienten zu schützen.

Dazu erklärt Ulrike Berger, Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Kreistag Vorpommern-Greifswald: "Der Landrat sollte der Anordnung des Gesundheitsministers widersprechen, denn die Anordnung vermittelt lediglich eine trügerische Sicherheit. Die Bemühungen der Bürgerinnen und Bürger, Ansteckungen zu vermeiden, haben bislang dazu geführt, dass nur wenige Menschen in Vorpommern-Greifswald positiv auf den Coronavirus getestet wurden. Die Dunkelziffer derjenigen, die infiziert, aber nicht getestet wurden, dürfte die Zahl der offiziell Erkrankten jedoch übertreffen. Es ist also wahrscheinlicher, dass Beamte auf eine infizierte, aber ungetestete Person treffen, als auf eine Person, die auf den Coronalisten auftaucht. Sinnvoller als die Datenweitergabe ist die Ausrüstung der Polizei und ein flächendeckendes Screening der Beamten, wie aller Pflege- und Rettungskräfte und anderer systemrelevanter Berufe, um eine mögliche weitere Ansteckung effektiv zu unterbinden. Bei vielen Einsätzen dürften die Listen auch keinen Unterschied machen, weil die Identität der Betroffenen nicht feststeht oder erst sehr später klar wird. [weiterlesen per Klick auf Titel]

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Kategorien:Aktuelles Kreistag
31.03.2020

Anstrengung des Kreises in der Corona-Krise

Die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN nimmt die zahlreichen Anstrengungen des Kreises, um die Corona-Krise zu bewältigen bzw. auf ein verkraftbares Maß einzudämmen, dankbar zur Kenntnis.
"Wir sind davon überzeugt, dass der Landrat und die Kreisverwaltung alles tun, um die Folgen der Pandemie für unseren Kreis so gering wie möglich zu halten und die Infrastruktur aufrecht zu erhalten", so Ulrike Berger, Vorsitzende der Kreistagsfraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN.
Dennoch beschäftigt die Fraktion die Frage, ob die bisherigen Anstrengungen und Vorbereitungen des Kreises auch für eine länger andauernde Krise und ein Ansteigen der Anzahl an mit COVID 19 infizierten Menschen ausreichen.

Im Gespräch ist bundesweit insbesondere ein starker Ausbau der Testungen auf das Virus.
"Früherkennung ist essentiell um Infektionsketten gezielt und frühzeitig zu unterbrechen. Dafür braucht es personelle und technische Kapazitäten. Der Kreis sollte sich unbedingt auf ein Szenario mit mehr Testungen vorbereiten und dies zusammen mit dem Universitätsklinikum planen. Dies würde zum Beispiel bedeuten, in PCR-Scanner-Testequipment und technisches Personal zu investieren", so Berger, "wir machen uns dabei auch Sorgen, dass die Mitarbeitenden im Gesundheitsamt immer mehr über ihre Belastungsgrenzen gehen. Es ist wichtig, dass weitsichtig gehandelt wird und die Mitarbeitenden frühzeitig und vorausschauend alle Unterstützung erhalten, die sie  benötigen."
Die Fraktion nimmt auch mögliche lokale Partner in den Blick. Neben den Kliniken müssen auch Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste in allen Belangen Berücksichtigung finden. Dies beginnt bereits bei der dringend notwendigen Ausstattung mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln." [weiterlesen per Klick auf Titel]

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Kategorien:Aktuelles Kreistag
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